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Zolli - Nashörner und Sautergarten

Die Nashornanlage und der Sautergarten des Basler Zolli

Führung mit Roche- und Zolli-Tierarzt Jürg Völlm

Panzernashörner

Die ersten Indischen Panzernashörner (Rhinoceros unicornis) waren das Zuchtpaar Gadadhar und Joymothi, welches ursprünglich aus dem Kaziranga-Nationalpark stammt und in den frühen 50-ger Jahren in den Zolli kam. Als Weltsensation kam damals am 14. September 1956 der Sohn Rudra – noch im Elefantenhaus – zur Welt und nahm, dank der an Laktose reichen Milch, bald durchschnittlich ein Kilogramm pro Tag zu. Nach Rudra kamen im Zolli noch weitere 34 Panzernashörner zur Welt. Alle 5 Nashornarten (zwei afrikanische und drei asiatische) sind akut bedroht, da ihre Hörner, die aus Keratin bestehen wie unsere Finger- und Fussnägel, pulversiert für bis zu 2000 Euro pro Gramm als Aphrodisiakum und/oder Krebsmittel verkauft werden. Um an die Hörner zu kommen, scheuen sich Kriminelle nicht, in Zoos und Museen einzubrechen. Unsere Panzernashörner leben zusammen mit Chinesischen Muntjaks (Muntjakus reffes), Zwergottern (Amblonyx cinereus) und Pustelschweinen (Amblonyx cinereus), welche im natürlichen Habitat in der einen oder anderen Form ebenfalls vorkommen. Ebenso wichtig ist dabei ihr Beitrag zum “Behaveriol enrichment”.

Zwergflusspferde

Eine weitere Tierart, die in der Nashornanlage lebt, sind die Zwergflusspferde (Hexaprotodon liberiensis), die kleineren Brüder des Flusspferds aus Westafrika. An ihnen konnte unter anderem bewiesen werden, dass ein ruhiger Tierpfleger auch als heikle Pfleglinge geltende Tiere mittels sanftem Training und Belohnungen mit Futter an den Menschen gewöhnen kann, was vor allem für den Zootierarzt wichtig ist.

Sautergarten

Das Gelände des Sautergartens konnte dank eines Legats von Goldschmied Ulrich Sauter 1934 vom Staat erworben werden. Von 1939 bis 1959, bevor die neue Nashornanlage eröffnet wurde, führte dieser Teil des Zolli jenseits der Elsässerbahn ein eher stiefmütterliches Dasein, das auch durch Erstellung des hinteren Eingangs und moderne Greifvogel-Volièren kaum geändert wurde. Im Sautergarten leben zusätzlich:
     - Javaneraffen (Macaca fascicularis)
     - Schneeleoparden (Uncia uncia)
     - Brillenpinguine (Spheniscus demersus)
     - Breitbinden-Allfarbloris (Trichoglossus haematodus)
Einige dieser Tiere werden wir je nach verbleibender Zeit und aktueller Situation im Anschluss an die Besichtigung der Nashornanlage noch besuchen.
                                                                                                                                               Jürg Völlm
Datum: Montag, 27. August 2018
Zeit: von 9.00 bis 11 Uhr
Kosten: pro Person CHF 5.—(wird vor dem Zolli-Eingang von einem PVR-Vorstandsmitglied einkassiert. Bitte abgezählt bereithalten. Der Anlass wird von der PVR subventioniert. Der Normalpreis beträgt CHF 19.--).
Treffpunkt: Haupteingang des Zolli Basel, Binningerstrasse 30. Parkplätze sind rar, die Tramlinien 10 und 17, Haltestelle Zoo, halten vor dem Eingang
Anzahl Teilnehmende: max. 30

Anmeldung bis Dienstag, 24. Juli 2018

Die Bestätigung erfolgt nach Anmeldeschluss per Brief.

Fotos Jürg Völlm